Direktionsrecht, Verweigerung von Überstunden, Außerordentliche Kündigung (Arbeitsgericht Frankfurt, Urteil 26.11.1998 u Aktenzeichen 2 Ca 4267/98).

Der Arbeitgeber hat in aller Regel ein weites Direktionsrecht. Dieses ist zunächst nur durch die Gesetze, im übrigen durch Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag näher geregelt. Soweit dort eine Begrenzung der Anordnung z.B. von Überstunden nicht besteht, obliegt die Festlegung im Einzelfall dem Arbeitgeber alleine. Dies muss lediglich nach billigem Ermessen geschehen, § 315 BGB. Dies bedeutet eine Abwägung aller wesentlichen Umstände sowie eine angemessene Berücksichtigung auch der arbeitnehmerseitigen Interessen. Erfüllt der Arbeitgeber all diese Pflichten und verweigert der Arbeitnehmer eine dergestalt wirksam angeordnete Überstundenabsolvierung, rechtfertigt dies auch den Ausspruch einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung


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