Ehegattenunterhalt bei Karrieresprung BGH, Urteil vom 28.02.2007, X II ZR 37/05

a.) Ein nachehelicher Karrieresprung ist auch nach der neueren Rechtssprechung des Senats zu den wandelbaren ehelichen Lebensverhältnissen nicht als eheprägend zu berücksichtigen (im Anschluss an das Senatsurteil BGHZ 166, 351 = FamRZ 2006, 683).
Anders gilt für eine Verringerung des Nettoeinkommens, wenn der Unterhaltspflichtige nach Rechtskraft der Ehescheidung in eine Religionsgemeinschaft eintritt.
b.) Die unterhaltsrechtliche Berücksichtigung von Beiträgen für eine zusätzliche Altersversorgung setzt voraus, dass solche Beträge tatsächlich auf die Altersvorsorge für die betreffende Person verwendet werden, ein fiktiver Abzug kommt nicht in Betracht.


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